Der 5,5 km lange Circuit of the Americas befindet sich in Wandering Creek südlich der texanischen Hauptstadt Austin. Geplant und gebaut wurde die Strecke vom Aachener Architekturbüro von Hermann Tilke, das in Texas mit der amerikanischen Firma HKS zusammengearbeitet hat. Der Kurs wurde speziell für die Formel 1 designt. Neben der Formel 1 gastieren auch die WEC, die MotoGP, die Indy-Car-Serie und NASCAR auf der 2012 eröffneten Strecke.

Bereits zwischen 2013 und 2017 wurde ein WEC-Rennen in Austin veranstaltet, damals unter dem Namen "6 Stunden des Circuit of the Americas". Wegen Unstimmigkeiten mit den Veranstaltern der 6 Stunden von São Paulo wurde 2020 das erste Lone Star Le Mans im Rahmen der WEC ausgetragen. Davor wurde der Name für Austin-Rennen der IMSA verwendet. Seit der Saison 2024 reist die Langstrecken-Weltmeisterschaft wieder regelmäßig nach Texas. Als sechste Runde des WEC, veranstaltet Anfang September, ersetzt das Rennen auf dem Circuit of the Americas die 1.000 Meilen von Sebring als US-amerikanischer Stopp der Weltmeisterschaft.
Das Layout des Circuit of the Americas

Der Circuit of the Americas wird gegen den Uhrzeigersinn befahren und besteht aus 20 Kurven. Beim Streckendesign musste auf Höhenunterschiede von bis zu 40 Metern Rücksicht genommen werden. Besonders bei der Anfahrt zur ersten Kurve geht es für die Piloten steil bergauf. Mit einer Länge von 5,51 Kilometern – oder 3,41 Meilen – ist CotA die drittlängste Strecke im aktuellen WEC-Kalender.
Der Kurs besteht aus einer Mischung von langsamen Spitzkehren, mittelschnellen Passagen und superschnellen S-Kurven. Viele Teile des Circuit of the Americas orientieren sich an beliebten Stellen anderer Formel-1-Strecken: Die Kurvenpassagen drei bis sechs erinnern stark an die berühmten Maggots- und Becketts-Kurven in Silverstone, die Kurven 12 bis 15 an das Motodrom in Hockenheim. Die Passage zwischen den Kurven 16 und 18 ist der Kurve acht in Istanbul nachempfunden. Die Streckenbreite variiert zwischen ungefähr 13 und 16 Metern, um in Kurven mehrere Racing-Linien zu erlauben und somit Überholmanöver zu ermöglichen.


Eine Runde um CotA beginnt mit einer Bergauf-Kehre und einer der besten Überholmöglichkeiten der Strecke. Nach der langsamen Linkskurve kommt eine Highspeed-Passage, in der Fahrer mit Vollgas durch die S-Kurven rasen. Aerodynamische Effizienz, eine präzise Lenkung und eine ruhige Hand sind hier von höchster Wichtigkeit.
In Kurve elf wartet die nächste Spitzkehre auf die WEC-Piloten. Danach folgt die längste Gerade der Strecke, auf den fast 1,2 Kilometern erreichen die Boliden ihre Höchstgeschwindigkeit. Diese Passage eignet sich gut für ein Überholmanöver, doch man sollte sich beim harten Bremspunkt vor Kurve zwölf nicht verschätzen, sonst landet man schnell in der Auslaufzone.
Der dritte Sektor der US-amerikanischen Rennstrecke nimmt das Tempo raus. Nach einigen langsamen Kurven kann in der langgezogenen Kurve 16 bis 18 noch einmal Vollgas gegeben werden. Nach zwei fast 90-Grad-Kurven geht es wieder auf die Start-Ziel-Gerade zurück.


