Der Bahrain International Circuit wurde 2004 eröffnet und ist seit 2012 ein Pflichttermin auf dem Rennkalender der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Neben der WEC gastieren auch die Formel 1 und ihre Nachwuchsklassen sowie der Porsche Carrera Cup Middle East und die Ferrari Challenge Middle East auf der Wüstenstrecke. Der Kurs befindet sich etwa 30 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Bahrains, Manama, in der Wüstengegend Sakhir auf der südlichen Hälfte der Insel.

Von 2012 bis 2017 war das Langstrecken-Rennen im Königreich sechs Stunden lang, nach einem Jahr Pause wurde es 2019 um zwei Stunden verlängert. 2021 wurde in Bahrain der erste Double-Header der WEC veranstaltet. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden die 6 Stunden von Fuji in Japan abgesagt und durch ein 6-Stunden-Rennen auf dem Bahrain International Circuit ersetzt. Die fast einen Monat später geplanten 8 Stunden von Bahrain wurde daraufhin vorverlegt.
Der Bahrain International Circuit stammt aus der Feder von Star-Architekt Hermann Tilke und seinem Ingenieursbüro. Das Layout trägt sehr deutlich die Handschrift des Deutschen und erinnert an den 1999 eingeweihten Sepang International Circuit, der quasi die Ära der Tilke-Rennstrecken begründete. Es gibt ein Endurance-Layout, das sich nach Kurve vier abspaltet und die Strecke um neun Kurven und 887 Meter verlängert. Die WEC verwendet dieses Layout aber nicht.
Das Layout des Bahrain International Circuit

Das Asphaltband mitten in der Wüste Bahrains erstreckt sich über insgesamt 5,412 Kilometer. Die Fahrer müssen 15 Kurven meistern, darunter sechs Links- und neun Rechtskurven. Charakteristisch ist die künstlich geschaffene Berg- und Tal-Fahrt auf der Strecke. Besonders der zweite Sektor weist einige Höhenunterschiede auf. Eine weitere Besonderheit ist der Sand, der für eine rutschige Oberfläche sorgt.


Bahrain wartet mit einem abwechslungsreichen Layout von langsamen und schnellen Passagen auf. Nach der langen Start-Ziel-Geraden folgt zunächst ein hartes Anbremsen auf Kurve eins, die zum Überholen prädestiniert ist. Es folgt der kurvenreiche Mittelabschnitt, der kurz nach der Zeitnahme des ersten Sektors zu einer Haarnadelkurve abfällt. Auch an dieser Stelle kann man überholen.
Nach einem harten Anbremsen bergab in Kurve zehn, das leicht zu Fehlern verleitet. Kurve elf und zwölf sind flüssige und schnelle Kurven, hier ist Abtrieb besonders gefragt. Nach der mittelschnellen Kurve 13 folgt eine weitere Gerade, an deren Ende es in die letzte Kurve geht. Hier besteht ebenfalls die Möglichkeit, einen Überholversuch zu starten.

