Die FIA (Fédération Internationale de l'Automobile) wurde am 20. Juni 1904 als Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus (AIACR) gegründet und ist der internationale Dachverband für Automobilclubs und Motorsport-Vereine. Ihr Sitz ist in Paris. Sie wurde ins Leben gerufen, um einheitliche Richtlinien und Sicherheitsstandards im Bereich des Motorsports festzulegen.
Die FIA umfasst 245 nationale Mitgliedsorganisationen in 149 Ländern, die über 80 Millionen Mitglieder repräsentieren und veranstaltet unter anderem die Formel 1, die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) und die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WEC). Das Internationale Sportgesetz wurde von ihr ausgearbeitet und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Umsetzung des ISG obliegt aber den jeweiligen nationalen Sporthoheiten (ASN).
Welche Rennklassen sind FIA-Weltmeisterschaften?
Um als FIA-Weltmeisterschaft zu gelten, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Neben der Pflicht, Untersuchungen der FIA zuzulassen, müssen innerhalb einer Saison Rennen auf drei verschiedenen Kontinenten stattfinden. Wenn es eine einmalige Veranstaltung ist, muss es eine Qualifikationsmöglichkeit auf drei verschiedenen Kontinenten geben.
Auch von der FIA festgelegt, werden die einzelnen Rennklassen. Um einheitliche Bestimmungen für die jeweilige Klasse zu sichern, gibt es technische Vorgaben.
Die Wahl zum FIA-Präsident
Vorsitzender ist seit dem 17. Dezember 2021 Mohammed Ben Sulayem. Er trat die Nachfolge des Franzosen Jean Todt an, der das Amt von Max Mosley übernahm und wurde im Dezember 2025 erneut für eine vierjährige Periode zum Präsidenten der FIA gewählt. Diese Wahl sorgte jedoch für großes Aufsehen, da es durch die aufgestellten Statuten der FIA keinen Gegenkandidaten gab.
Um offiziell zur Wahl antreten zu dürfen, muss eine "präsidentielle Liste" eingereicht werden und eine Reihe an Unterstützern, aus sechs Motorsport-Regionen, enthalten. Da in der Region Südamerika nur eine Kandidatin zur Auswahl stand, die aber bereits auf Ben Sulayems Liste stand, hatten die anderen keine Chance zur Gegenkandidatur.
