Andreas Seidl wurde am 6. Januar 1976 in Passau geboren und ist ein deutscher Motorsportingenieur und -manager mit internationaler Erfahrung in der Formel 1, dem Langstrecken-Rennsport und der DTM.
Seidl studierte Maschinenbau an der Technischen Universität München und schloss mit einem Diplom ab. Seine Motorsportkarriere begann er im Jahr 2000 bei BMW Motorsport. Dort war er zunächst im Formel-1-Programm tätig und leitete ab 2012 das DTM-Comeback von BMW.
Nach dem Rückzug von BMW aus der Formel 1 wechselte Seidl 2013 zu Porsche, wo er Director of Race Operations wurde und 2014 zum Teamchef des Porsche LMP1-Programms befördert wurde. Unter seiner Führung dominierte Porsche den Langstrecken-Sportwagen-Weltmeisterschaft und gewann dreimal in Folge die 24 Stunden von Le Mans (2015–2017) sowie mehrere Weltmeistertitel.
Im Mai 2019 übernahm Seidl die Rolle des F1-Teamchefs bei McLaren Racing. Während seiner Zeit dort steigerte er die Wettbewerbsfähigkeit des Teams und erreichte, dass McLaren wieder regelmäßig in die Punkteränge und auf Podestplätze fuhr. 2021 gelang dem Team mit Daniel Ricciardo sogar ein Sieg in Monza.
Ende 2022 wurde dann bekannt, dass Seidl ab Januar 2023 Chief Executive Officer (CEO) der Sauber Group wird. In dieser Funktion sollte er insbesondere den Übergang zur Audi-Werksteam-Struktur für den geplanten Formel-1-Einstieg ab 2026 vorbereiten und das Unternehmen strategisch ausrichten. Diese Position übte er bis August 2024 aus, bevor er im Zuge einer Führungsumbildung durch Mattia Binotto ersetzt wurde.
