Mattia Binotto wurde am 3. November 1969 in Lausanne, Schweiz geboren, ist aber italienischer Staatsbürger, da seine beiden Eltern italienische Einwanderer waren. Er studierte Maschinenbau an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne und erwarb einen Master in Fahrzeugtechnik an der Universität Modena.
Seine Karriere begann 1995 bei der Scuderia Ferrari, wo er zunächst als Motoringenieur im Testteam arbeitete. Über die Jahre hinweg kletterte er die Karriereleiter immer weiter nach oben, bis er 2019 zum Teamchef von Ferrari ernannt wurde. In seiner Teamchef-Laufbahn bis Ende 2022 erreichte er zwei Vizemeisterschaften in der Konstrukteurswertung.
Im November desselben Jahres wurde jedoch bekanntgegeben, dass Binotto den Ferrari-Konzern verlassen wird - Fred Vasseur kam an seiner Stelle als Teamchef. Binottos Formel-1-Auszeit stellte sich jedoch als relativ kurz heraus, denn 2024 wechselte er zum Audi-Projekt.
Durch die personelle Umstrukturierung im Team mussten Andreas Seidl und Oliver Hoffmann ihre Plätze räumen. Binotto wurde daraufhin zunächst als COO/CTO eingesetzt, bevor er 2025 zum Head of Audi F1 Project ernannt wurde.
Er trägt damit die Verantwortung über die reibungslose Abstimmung zwischen der Power-Unit-Entwicklung von Audi in Neuburg und der Chassis-Entwicklung in Hinwil und Bicester.
